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Wie der Tampon dabei half, die Frauen zu befreien

Wusstest du, dass der Tampon und die Befreiung der Frau eng miteinander verknüpft sind? Denn das sind sie! Das kleine, alltägliche Produkt half nicht nur dabei, Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen, sondern verschaffte Frauen während ihrer Menstruationsblutung auch ganz konkret mehr Bewegungsfreiheit.

1947 sah der deutsche Ingenieur Dr. Carl Hahn in einer amerikanischen Zeitschrift eine Werbeanzeige für Tampons. Etwas Vergleichbares gab es in Deutschland nicht. Er wusste, ein solches Produkt könnte die weibliche Hygiene revolutionieren! Pionierarbeit bei der Entstehung des o.b. Tampons leistete aber auch Dr. Judith Esser, eine Frauenärztin und Wettkampfschwimmerin, die für die medizinische Beratung bei der Entwicklung des neuen Produkts zuständig war.

Der Tampon wurde zunächst kontrovers diskutiert

Am 13. März 1950 wurden die ersten o.b. Tampons in einer 10er-Packung für 95 Pfennig verkauft. Trotz der neuen Freiheiten, die das revolutionäre Produkt versprach, verlief die Markteinführung zunächst verhalten, anfangs war die Neuheit nur in Apotheken auf Nachfrage erhältlich. Die Bestellung erfolgte stumm und per Bestellzettel, um mögliche Peinlichkeiten zu vermeiden. Aufgrund der gesellschaftlichen Situation wurde der Name der Marktneuheit bewusst defensiv gewählt: Der Produktname o.b. steht für „ohne Binde“.

Das Produktdesign aus dem Jahr 1950. Ein Sammlerstück, nicht wahr?

Die Tampons von o.b. spalteten zunächst die öffentliche Meinung. Die Jungfräulichkeit der Frau hatte in der damaligen Gesellschaft noch einen sehr hohen Stellenwert und man fürchtete, dass ein Tampon das Jungfernhäutchen beschädigen könnte. Außerdem musste in den Köpfen der Menschen erst ankommen, dass auch Frau ein Recht auf uneingeschränkte Bewegung hat – Periode hin oder her.

Aber trotz der anfänglichen Reserviertheit einiger Zweifler und Zweiflerinnen wurden o.b. Tampons schnell zum Bestseller: Alleine im ersten Jahr verkaufte das junge Unternehmen über 10 Millionen Tampons!

Warum sich die Frauen in den 50er-Jahren trotzdem auf das Produkt stürzten

Niemand kann diese Frage besser beantworten, als eine Zeitzeugin: Dr. Judith Esser, die Mitentwicklerin des ersten deutschen o.b.-Tampons, erinnert sich in diesem Video an die Umstände, unter denen Frauen im Deutschland der 50er Jahre lebten und wie der Tampon dazu beitrug, dringend nötige Veränderungen herbeizuführen.

Besonders für junge Mädchen ist es heute kaum vorstellbar, wie sehr sich die weibliche Welt in den letzten knapp 70 Jahren entwickelt hat: In den 1950ern mussten Frauen vor allem funktionieren und sich nach den Vorstellungen ihrer Ehemänner richten. Von den heutigen Freiheiten konnten sie als Frau nur träumen. Und auch viele Alltäglichkeiten, die heute selbstverständlich sind und mit denen ganz offen umgegangen wird, stellten Frauen lange vor Herausforderungen: Beispielsweise gab es bis 1950 keine diskrete Lösung, um während der Monatsblutung sicher geschützt schwimmen zu gehen. Die Themen Menstruation und Damenhygiene waren ein Tabu.

Dass sich das Frauenbild bis heute nachhaltig verändert hat und die Freiheiten der Frauen immer größer wurden, ist vor allem mutigen Frauen zu verdanken, die sich in der Vergangenheit für ihre Freiheit stark gemacht haben – zum Beispiel indem sie den Tampon nach Deutschland brachten.

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Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Media BRAND VOICE in Zusammenarbeit mit o.b. erstellt.